Geschichte

Eine kurze Geschichte von Air New Zealand mit den Highlights und wichtigsten Ereignissen.

Die Geschichte nimmt ihren Anfang...

Korallenroute auf die Pazifikinseln

Eine neuseeländische Fluggesellschaft entsteht

Globale Allianz

Air New Zealand und Ansett Australia

Kurzstreckenflüge neu überdacht

Da zu sein, ist alles

Neue Flotte und neues Produkt für Langstreckenflüge

Neue Routen und begeisternde Initiativen

Die Geschichte nimmt ihren Anfang ...

Die Geschichte von Air New Zealand begann im April 1940 mit der amtlichen Registrierung der Vorgänger-Fluggesellschaft Tasman Empire Airways Limited (TEAL). TEAL flog zunächst Wasserflugzeuge über die Tasmansee und erweiterte im Laufe der Jahre die Größe und den Umfang des Unternehmens und baute sein internationales Streckennetz aus. Bald ging es nicht mehr nur nach Australien, sondern auch zu den Pazifikinseln, nach Asien, in die USA, nach Großbritannien und den Rest Europas. Im Oktober 1953 ging TEAL in den gemeinsamen Besitz der neuseeländischen und australischen Regierung über. Im April 1961 wurde die neuseeländische Regierung zum alleinigen Eigentümer.

TEAL war für internationale Strecken zuständig und die neuseeländische Regierung rief parallel dazu im Jahr 1947 die NZ National Airways Corporation (NAC) ins Leben. NAC war der primäre Betreiber für Flüge in Neuseeland und verband die wichtigen Zentren und die kleineren Städte miteinander. Gemeinsam bildeten TEAL und NAC später Air New Zealand.

Korallenroute auf die Pazifikinseln

ZK-AMA Aotearoa, ein Short S.30 Empire-Wasserflugzeug, in Evans Bay, Wellington. Dies war 1940 das erste Flugzeug von TEAL, ein starker Beginn für Air New Zealand.

Im Dezember 1951 wurde die Route von Auckland über Fidschi und die Cookinseln auf Tahiti eröffnet, auf der Wasserflugzeuge eingesetzt wurden. Sie war als die „Korallenroute“ bekannt. Samoa wurde 1952 in diese Route aufgenommen. Der Jungfernflug fand in einem Wasserflug vom Typ MK III Solent mit dem Namen Aparima statt. Solent-Flugzeuge wurden bis September 1960 auf der Korallenroute eingesetzt. Im selben Monat wurde der letzte internationale Wasserflugzeugservice eingestellt. Air New Zealand feierte am 15. Dezember 2001 den 50. Jahrestag der Korallenroute.

Eine neuseeländische Fluggesellschaft entsteht

DC-8 im Flug mit der Five-Star Jetline-Markenkennzeichnung von Air New Zealand 1965.

Im April 1965 wurde TEAL in Air New Zealand Limited umbenannt und bediente nur noch internationale Routen. Dieses Jahr war auch der Beginn der Ära der Düsenflugzeuge für Air New Zealand: im Juli 1965 traf das erste DC-8-Düsenflugzeug ein. Mit diesen neuen Flugzeugen konnte Air New Zealand sein Streckennetz auf Nordamerika und Asien ausbauen und so zu einer wahrhaft internationalen Fluggesellschaft werden. Im Jahr 1973 führte Air New Zealand das größere DC-10-Flugzeug ein. Bis in die 1980er Jahre waren Düsenflugzeuge vom Typ DC-8 und DC-10 im Einsatz. Ab dann wurden die älteren Modelle durch die größere Boeing 747 ersetzt. Die erste Boeing 747 kam im Mai 1981 an.

Sonnenuntergang in Christchurch, Neuseeland.

In der Zwischenzeit wurden die frühen Kolbenmotorflugzeuge wie die DC3 auf den Inlandsflügen von NAC zunächst durch Turbopropflugzeuge und ab 1968 mit der Boeing 737 durch Düsenflugzeuge ersetzt.

13 Jahre, nachdem TEAL zu Air New Zealand umbenannt wurde, fusionierten Air New Zealand und NAC im April 1978 und bildeten den ersten Frachtführer Neuseelands für Flüge in Neuseeland und internationale Flüge.

Der 28. November 1979 war ein schwarzer Tag für Air New Zealand: Eine DC-10 stürzte bei einem Besichtigungsflug in die Antarktis am Mt. Erebus ab. Alle 257 Fluggäste an Bord und die Besatzung kamen ums Leben. Die Neuseeländer und alle Mitarbeiter der Fluggesellschaft waren von dieser Tragödie tief betroffen.

Im April 1989 wurde Air New Zealand privatisiert und für 660 Millionen NZ$ an ein Konsortium aus Brierley Investments, Qantas, Japan Airlines und American Airlines verkauft. Die Aktien von Air New Zealand wurden im Oktober 1989 als Aktien vom Typ A (nur für neuseeländische Staatsbürger) und im Dezember 1991 als Aktien vom Typ B (keine Einschränkungen bezüglich der Staatsangehörigkeit) am New Zealand Stock Exchange gelistet.

In den 1980ern und 1990ern erweiterte Air New Zealand sein internationales Streckennetz insbesondere auf Städte in Asien, darunter Taipei, Nagoya, Osaka und Fukuoka.

Die von der Modedesignerin Isabel Harris of Thornton Hall entworfene Uniform wurde von der Besatzung von 1987 bis 1992 getragen. Models auf dem Mt Victoria, Devonport, Auckland.

Globale Allianz

Im März 1999 wurde Air New Zealand Vollmitglied der Star Alliance-Gruppe. Zu dieser Gruppe gehören auch Air Canada, ANA, Asiana Airlines, Austrian Airlines, bmi, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Singapore Airlines, SAS, South African Airways, Spanair, SWISS, TAP Portugal, Thai Airways, United Airlines, US Airways und Varig. Sie ist die größte globale Allianz und bietet Kunden ein wertvolles Netzwerk und viele Treueprämien.

Air New Zealand gehört nicht nur zu Star Alliance, sondern unterhält auch gute kommerzielle Beziehungen zu anderen Fluggesellschaften in Schlüsselmärkten, die das Streckennetz von Air New Zealand komplementieren und stärken. Diese Partnerschaften sind auf bilateraler Ebene organisiert.

Air New Zealand und Ansett Australia

Im September 1996 kündigte Air New Zealand einen bedingten Vertrag über den Kauf von 50 % von Ansett Holdings für insgesamt 475 Millionen AU$ an. Der Kauf wurde im Oktober 1996 vollzogen. Ansett Holdings besaß 100 %von Ansett Australia (der Fluggesellschaft für Inlandsflüge) und 49 % von Ansett International.

Air New Zealand gab im Februar 2000 den Kauf mit Vorbehaltsklausel der verbleibenden 50 % von Ansett Holdings Limited von News Corporation Limited für 580 Millionen AU$ bekannt, der eine weitere aufgeschobene Zahlung von 10,5 % des ausgegebenen Kapitals innerhalb von zwei bis vier Jahren enthielt. Der Kauf wurde im Juni 2000 abgeschlossen. Air New Zealand wurde dadurch zu einer der 20 führenden Fluggesellschaften weltweit.

Ansett verfügte über ein ausgedehntes Streckennetz in Australien und konnte Air New Zealand-Kunden nun ein breiteres Angebot zur Verfügung stellen.

Nach einem bedeutenden Geschäftsrückgang, der zu nicht tragbaren Verlusten führte, ging Ansett im September 2001 in Insolvenzverwaltung. Am 4. Oktober 2001 kündigten der Vorstand von Air New Zealand, die wichtigsten Aktionäre und die neuseeländische Regierung einen Vorschlag über eine erhebliche Kapitalspritze der neuseeländischen Regierung für Air New Zealand an. Nachdem die Aktionäre diesem Vorschlag im Dezember 2001 zugestimmt hatten, wurde Air New Zealand im Januar 2002 rekapitalisiert.

Kurzstreckenflüge neu überdacht

Im Juli 2002 begann Air New Zealand sein Programm zur Erneuerung der Flotte und bestätigte eine Bestellung über 14 neue Airbus A320-Flugzeuge. Diese ersetzten die Flugzeuge vom Typ Boeing 767-200 und Boeing 737-300, die nach und nach aus der Flotte gezogen werden.

Im Oktober 2004 kündigte die Fluggesellschaft mit einer Vereinbarung zum Kauf 17 neuer Bombardier-50-Sitzern (Q300-Turbopropflugzeug) und der Option, weitere 10 Flugzeuge vom Typ Q300 und 13 vom Typ Q400 zu kaufen, ein Upgrade der Turbopropflugzeuge an. Dadurch werden die 17 33-Sitzer vom Typ Saab 340A ersetzt.

Da zu sein, ist alles

Air New Zealand transformiert sein Geschäft dahingehend, dass die Kunden bei allen Aktivitäten im Mittelpunkt stehen. Dieser tief greifende Wandel vollzog sich zunächst auf dem neuseeländischen Markt.

Ab November 2002 änderte sich das Reiseerlebnis innerhalb des Landes von Grund auf. Die Fluggesellschaft gestaltete das gesamte Geschäftsmodell um, um so erheblich niedrigere Tarife, einfachere Buchung, Fokussierung auf Online-Verkäufen und der einfachen Online-Buchung, größere Platzwahl und mehr Treueprämien für Vielflieger bieten zu können.

Als nächstes waren die internationalen Kurzstreckenflüge (Australien und Südpazifik) an der Reihe. Im Oktober 2003 wurde dieses Konzept auf die Flüge nach Australien ausgedehnt. Air New Zealand war so die erste Fluggesellschaft, die günstige Reisen beiderseits der Tasmansee anbot und sich weiterhin darum bemühte, mehr Personen zu mehr Reisen anzuregen. Im Mai 2004 folgten die Pazifikrouten.

Neue Flotte und neues Produkt für Langstreckenflüge

Im Juni 2004 wurden der Flotte 12 neuen Boeing-Flugzeuge hinzugefügt und Pläne zur Transformierung des Langstreckenerlebnisses angekündigt.

Air New Zealand kaufte acht neue Boeing 777-200ER- und vier 7E7-Flugzeuge und erwarb die Rechte für weitere 46 Langstreckenflugzeuge. Die ersten dieser Flugzeuge trafen im Oktober 2005 in Neuseeland ein. Mit ihnen konnten und können wir unser Streckennetz erweitern und auf bestehende Strecken mehr Flüge für die Personen- und Frachtbeförderung anbieten. Gleichzeitig haben wir die Effizienz gesteigert und die CO2-Bilanz verbessert.

Am Morgen des 24. Dezember 2010 landete die erste Boeing 777-300 aus der Flotte von Air New Zealand in Auckland. Die Skycouch, eine neuseeländische Innovation, war nun erstmals in Neuseeland erhältlich. Das Flugzeug wurde auf der Strecke Auckland – Los Angeles – London eingesetzt.

Boeing 787-9 Skycouch

Zu den neuen Produkten an Bord von Air New Zealand-Flügen gehören die Plätze in der Business Class, die sich in ein flaches Bett umwandeln lassen und von denen jeder direkt Zugang zum Gang hat; die Skycouch für Fluggäste in Economy, Videobildschirme an jedem Platz und On-Demand-Filme; neue Slimline-Sitze in Economy; neue Polsterausstattung, Toiletten und eine neue Speisen- und Getränkeauswahl. Außerdem bieten wir einen neuen Premium Economy-Service mit mehr Beinfreiheit, Sitzen, die sich weiter nach hinten stellen lassen und Stromanschluss haben. Dieses Angebot für Premium Economy gibt es auf Flügen von und nach Neuseeland nur bei uns.

Im Juli 2014 änderten sich die Dinge erneut: Air New Zealand setzte den ersten 787-9-Dreamliner in Seattle ein und schrieb Geschichte. Air New Zealand war nämlich die erste Fluggesellschaft, die die gestreckte Version der neuen Boeing verwendete. Der Dreamliner landete am 11. Juli 2014 in Auckland und nahm seinen regulären Betrieb im Oktober 2014 auf. Seit Dezember 2014 besitzt Air New Zealand zwei dieser Flugzeuge und hat eine Festbestellung für neun weitere aufgegeben.

Neue Routen und begeisternde Initiativen

Neben den neuen Langstreckenflugzeugen und dem Angebot an Bord hat Air New Zealand auch neue internationale Strecken gestartet.

Am 30. Juni 2004 wurde die Strecke Auckland – San Francisco erstmals geflogen, und seit Ende desselben Jahres können Flüge von Wellington nach Fidschi und von Christchurch auf die Cookinseln gebucht werden.

Nicht einmal zwei Jahre darauf, im Juni 2006, kündigte die Fluggesellschaft den Beginn des Direktflugs zwischen Auckland und Schanghai an, dem am schnellsten wachsenden und wohlhabendsten kommerziellen Zentrums auf dem chinesischen Festland. Im Jahr darauf begann Air New Zealand mit Direktflügen zwischen Auckland und Vancouver.

Im Januar 2014 kündigte Air New Zealand den Beginn eines Direktflugs nach Singapur an, der durch eine Allianz mit Singapore Airlines ermöglicht wurde. Die ersten Tickets wurden im September 2014 verkauft. Mittlerweile gibt es auch einen Direktflug zwischen Auckland und Buenos Aires, der pulsierenden Hauptstadt Argentiniens. Fluggäste werden in den dreimal wöchentlich startenden Hin- und Rückflügen in einer Boeing 777-200 transportiert. Die ersten Tickets wurden im März 2015 verkauft und der Flugverkehr wurde nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen im Dezember 2015 aufgenommen.

Air New Zealand bemüht sich auf der einen Seite ständig darum, Neuseeland an den bestehenden Märkten als Zielort zu bewerben. Auf der anderen Seite haben wir den Fokus auf wachsende Märkte mit Potenzial gerichtet und ein Vertriebsbüro in Peking, China, eröffnet. Auch zwischen Auckland und Schanghai können Air New Zealand-Kunden seit einiger Zeit einen Direktflug buchen.

Im September 2010 führte Air New Zealand die Option „Seats to Suit“ ein, mit der Kunden auf Flügen zwischen Neuseeland, Australien und den Pazifikinseln die Wahl zwischen den Buchungsoptionen Seat, Seat + Bag, The Works und Works Deluxe haben.

Das Treueprogramm Airpoints™ wurde im November 2004 in Airpoints Dollars™ umbenannt. Dank einer weltweit einzigartigen Neuerung können Kunden mit ihren Airpoints Dollars auf Flügen, für die Air New Zealand das Ticket ausstellt und die Air New Zealand betreibt, jederzeit einen Platz ihrer Wahl buchen. Sie verwenden die Airpoints Dollars praktisch wie Bargeld. Im September 2013 führte Air New Zealand zusammen mit Kiwibank eine innovative Kreditkarte ein, deren Inhaber Airpoints sammeln.

Durch all diese Initiativen und den vielen weiteren, die noch folgen werden, bleibt Air New Zealand seiner Verpflichtung treu, seinen Kunden ein typisch neuseeländisches Erlebnis zu bieten.