Entdecken Sie die Inseln Neuseelands

Reif für die Insel? Neuseeland hat um die 600 davon.

Die meisten Europäer assoziieren Neuseeland mit den Maori, Herr der Ringe und Wein. Neuseeland hat aber noch viel mehr zu bieten. Schließlich gehören zirka 600 Inseln zu Neuseeland. 600? Ja, Neuseeland besteht nämlich nicht nur aus den zwei Hauptinseln – der Nord- und Südinsel. Die vielen verschiedenen Inseln zusammen mit der 15.000 Kilometer langen Küstenlinie, die sogar länger ist als die Küste des US-amerikanischen Festlandes ohne Alaska, lassen erahnen, dass Besucher auf diesem Inselstaat in Sachen Abenteuer, Natur und Kultur auf ihre Kosten kommen. Inselhüpfen – meist mit einem Segelboot – ist eine bewährte Art, die Vielfalt Neuseelands hautnah zu erleben.

Stewart Island

Diese Insel besticht durch ihre wilde Schönheit, und der gemütliche Lebensstil der Bewohner geht mit dem Rhythmus des Meeres einher. Ein Ort, wo Besucher unter freiem Himmel und in unberührter Natur zu sich selbst finden können. Stewart Island ist offiziell Neuseelands drittgrößte Insel, die Einwohnerzahl ist aber winzig. Weniger als 400 Menschen wohnen das ganze Jahr über hier. Aber keine Sorge, Besucher sind immer herzlich willkommen. Zum Beispiel in den Nationalparks, die sich über mehr als 85 Prozent der Inselfläche erstrecken. Von kurzen aussichtsreichen Spaziergängen bis zu mehrtägigen Wanderungen ist alles möglich. Rakiura – wie die Insel in der Sprache der Maori genannt wird –beschreibt den leuchtenden Himmel. Und tatsächlich, von überall auf der Insel sieht man den Horizont, atemberaubende Sonnenuntergänge und, wenn man Glück hat, sogar die Aurora australis – das in der Südhalbkugel auftretende Polarlicht. Der Maori-Name für die Insel kommt also nicht von ungefähr.

Waiheke Island

Waiheke Island ist eine wahre Wohlfühl-Insel. Mit der Fähre erreicht man Waiheke zwar bereits in unter einer Stunde, bei der Ankunft fühlt man sich aber dennoch wie in eine andere Welt versetzt, was die Lebensweise und Kultur angeht. Abseits des städtischen Lebens können Gäste hier einfach nur … sein. Zur Ruhe kommen, umgeben von Olivenhainen und Sandstränden die Seele baumeln lassen oder einfach einen gemütlichen Morgen in einem Boutique-Café verbringen – Waiheke Island bietet Erholung pur. Nicht nur Touristen schätzen die freundliche und unkomplizierte Atmosphäre, sie lockt auch viele Kunstschaffende an. Lassen auch Sie den Alltagstrott hinter sich und genießen Sie das frische lokale Essen in Begleitung mit einem guten Glas Wein. Die unzähligen Weinberge auf der Insel bieten eine große Auswahl – da findet sich für jeden Geschmack etwas. Die Weingüter sind es auch, die der Insel den Namen „Island of Wine“ einbrachten. Bis zu 800.000 Besucher kommen jedes Jahr auf Weinreise, um die edlen Tropfen zu verkosten. Sollten Sie das Gleiche vorhaben, empfehlen wir einen Besuch zwischen November und März, wenn die Reben in voller Blüte stehen und die Restaurants die aromatischsten Weine servieren.  

Tiritiri Matangi Island

Die gesamte Insel wurde zu einem Natur- und Tierschutzgebiet erklärt. Dieses Paradies für Tiere und Pflanzen liegt oberhalb von Waiheke Island im Hauraki Gulf. Und das Wort Paradies ist wahrlich keine Übertreibung. Wo sonst können Sie den ganzen Tag den Stimmen exotischer Vögel lauschen? Die Insel kennt weder Schädlinge noch Raubtiere; ein Paradies für stark gefährdete Tiere, die sich frei bewegen können. Schlendern Sie entlang der vielen Wanderwege, um sie von Nahem zu sehen. Es lohnt sich auch, am unberührten Hobbs Beach ein Picknick oder im Wald einen gemütlichen Spaziergang zu machen. Vergessen Sie nicht beim Besucherzentrum vorbeizuschauen, um mehr über die Insel zu erfahren und Souvenirs zu kaufen. Es befindet sich oben auf dem Hügel neben dem charmanten Leuchtturm. Alle Einnahmen des Besucherzentrums fließen zurück in die Natur- und Tierschutz- sowie Ausbildungsprogramme der Insel.

Rangitoto Island

In einer knappen halben Stunde ist man mit der Fähre von Auckland, der Stadt der Segel, bereits auf der Vulkaninsel Rangitoto, der Insel des Feuers. Auf der feurigen Insel finden Einheimische wie auch Besucher den abenteuerlichen Kick. Sogar von gewissen Stadteilen Aucklands aus kann man die beeindruckende Vulkanlandschaft bewundern. Der symmetrische Schildvulkan thront mit 260 Metern Höhe majestätisch über dem Hauraki Gulf. Und falls Sie sich fragen, ob man seine Spitze erklimmen kann … definitiv. Wenn Sie aber nicht ins Schwitzen kommen wollen, nimmt Sie der Traktor mit Allradantrieb und angehängtem Touristenzug hinauf auf den Krater. Nicht nur der Krater ist spektakulär, auch die Lavahöhlen zeugen von der Kraft der Natur. Der ganze Ausflug ist ein Erlebnis wie kein anderes.

Kawau Island

Die Reise zur Kawau-Insel ist eine Reise in die Vergangenheit Neuseelands. Die ersten Bewohner der Insel waren Maori-Stämme, welche die Insel jedoch im 19. Jahrhundert wieder verließen. Danach fanden europäische Einwanderer Kupfer, das gewinnbringend abgebaut wurde. Die Insel zeigt heute noch deutlich die Spuren der Kupfergewinnung in Form von unterirdischen Minen und einem Sandsteinhaus, das eine Dampfmaschine beherbergte. Im Jahre 1862 wurde die Insel von einem der ersten Gouverneure Neuseelands, Sir George Grey, gekauft. Grey baute eine umwerfende, majestätische Villa, die das ganze Jahr über für Besucher offensteht. Machen Sie sich auf Pfauen gefasst, die in den Gärten herumstolzieren.

Chatham Islands

Manche Menschen sind der Meinung, dass wir lernen müssen, gern allein zu sein, um wahres Glück zu finden. Auf den Chatham-Inseln können Sie ganz ungestört das Alleinsein üben. Diese abgelegene, weitläufige Inselgruppe ist perfekt für Menschen, die Einsamkeit und wilde Natur suchen. Inmitten der unberührten Landschaft wird einem die Kraft der Natur so richtig bewusst. Das weite Land, die vielfältige Flora und Fauna und die faszinierende Meereskultur machen Ihren Urlaub auf den Chatham-Inseln unvergesslich. Die Chatham Islands gehören nicht zu den gängigen Touristen-Hotspots. Sie bieten Dichtern, Schriftstellern, Malern und Künstlern aller Art darum ruhige Orte, um ihrer Kunst nachzugehen, die Natur zu genießen und den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen. 

Poor Knights Islands

Tauchen Sie ein in die faszinierende Unterwasserwelt vor der Tutukaka-Küste. Um die Poor Knights Islands herum wird dieser aufregende Zeitvertreib großgeschrieben und Tauchgänge für alle Niveaus angeboten. Der beliebteste Tauchgang bringt Sie geradewegs hinunter zu zwei Wracks von Militärschiffen. Ein Einblick in eine längst vergangene Zeit, der Ihnen bestimmt noch lange im Gedächtnis bleibt.

Great Barrier Island

Ebenfalls im Hauraki Golf, seewärts der Südinsel Neuseelands, befindet sich Great Barrier Island. Schon Tausende von Jahren schützt die Insel den Hafen Aucklands vor den Wellen des Pazifiks, was die Insel zu einem Paradies für Segler und Wassersport-Fans macht. Die Insel ist definitiv einen Besuch wert, wenn Sie gerne tauchen, schnorcheln, surfen, Kajak fahren oder angeln. Nicht nur Wassersportarten sind hier beliebt, auch an Land gibt es so einige Highlights. Wanderwege führen hoch zum Mount Hobson, wo Sie die atemberaubende Aussicht über die ganze Insel genießen können, und verwunschene Pfade leiten Sie zu abgelegenen heißen Naturquellen, in denen Sie sich von Mutter Natur selbst verwöhnen lassen können.