CO2-Ausstoß

Wir möchten der weltweit treibstoffsparendste Betreiber von Langstreckenflügen sein, auf denen Ozeane überquert werden, und implementieren verschiedene Initiativen, um die negativen Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten zu senken.

Steuerung des CO2-Ausstoßes

Wir wissen, dass bei unseren Tätigkeiten eine hohe Menge an CO2 ausgestoßen wird. Daher haben wir viele Initiativen gegründet, um diese negative Bilanz auszugleichen.

Wir sind Mitglied des Internationalen Luftverkehrsverbands IATA (International Air Travel Association) und haben uns dazu verpflichtet, die Ziele des Verbands bezüglich Treibstoffeinsparungen und Senkung des CO2-Ausstoßes einzuhalten. Diese Ziele sind:

  • Jährliche durchschnittliche Treibstoffeinsparungen von1,5 % zwischen 2010 und 2020
  • CO2-neutrales Wachstum ab 2020
  • Eine Senkung der Nettoemissionen bis 2050 um 50 % gegenüber dem Niveau von 2005

Unsere Flotte

Wir sind die erste Fluggesellschaft, die 2014 den revolutionären 787-9-Dreamliner eingesetzt hat, ein Flugzeug das 20 % treibstoffsparender ist als seine Vorgänger. In den letzten drei Jahren sind drei weitere 787-9-Dreamliner zu unserer Flotte gestoßen, wodurch wir seit Juni 2016 nun sechs von ihnen haben. Im Laufe der nächsten fünf Jahre möchten wir ca. 2,1 Mrd. NZ$ (etwa 1,3 Mrd. EUR) in neue Flugzeuge investieren. Im Juni 2016 betrug das Durchschnittsalter unserer Flotte der Passagierflugzeuge 7,5 Jahre, was sich positiv auf unsere CO2-Bilanz auswirkt.

Programm zur Treibstoffeinsparung und Senkung des CO2-Ausstoßes

Wir sparen anhand verschiedener Maßnahmen Treibstoff ein. Unter diesen sind hauptsächlich die Investition in eine moderne Flotte und ihr möglichst effizienter Betrieb zu nennen. 2016 engagierten wir ein unabhängiges Team von IATA zur Verbesserung der operativen Effizienz. Dieses Team hat sich unseren Betriebsablauf vor Ort angesehen, unsere Leistung mit den internationalen bewährten Methoden zur Steuerung von CO2-Emissionen verglichen und potenzielle neue Initiativen ermittelt, mit denen wir unseren CO2-Ausstoß und die Treibstoffkosten senken können. Die IATA-Überprüfung ergab, dass wir im Vergleich zu anderen, ähnlichen globalen Fluggesellschaften bei den Treibstoffeinsparungen zu den besten zählen. Im Durchschnitt könnten Fluggesellschaften entsprechend der Untersuchungen von IATA bei den CO2-Emissionen 5 % einsparen. Bei Air New Zealand betrugen die möglichen Einsparungen bedeutend weniger, nämlich 1,46 % (entspricht ca. 37.000 Tonnen ausgestoßenem CO2 pro Jahr). Dieser Prozentsatz zeigt, dass wir auf gutem Weg sind, weltweit führend bei den Treibstoffeinsparungen zu werden.

2016 riefen wir ein neues Programm zur Senkung des CO2-Ausstoßes ins Leben, um noch effizienter zu werden. Wir haben erkannt, dass wir viel Treibstoff einsparen können, indem wir die Routen optimieren und die Ankunfts- und Abflugzeiten so aufeinander abstimmen, dass die Flugsicherung nicht viel eingreifen muss. Daher arbeiten wir nun gemeinsam mit externen Interessenvertretern wie der zivilen Luftfahrtbehörde und Airways New Zealand daran, branchenweite Initiativen voranzutreiben. Führungskräfte bei Air New Zealand und Airways New Zealand werden das neue Programm betreuen und so sicherstellen, dass die Initiativen auf dem richtigen Weg sind.

Nachhaltige Biotreibstoffe

Air New Zealand führte 2008 einen der ersten Testflüge der Luftfahrtindustrie mit Biotreibstoff durch. Es handelte sich dabei um einen Biotreibstoff der zweiten Generation, der aus der Jatropha-Pflanze (oder Purgiernuss) gewonnen wurde. So war die technische Machbarkeit für den Einsatz von alternativen Treibstoffen bewiesen. Beim Testflug wurden auch Daten erhoben, die die anschließende ASTM-Zertifizierung für aus Pflanzen gewonnenen Biotreibstoffen für den kommerziellen Luftfahrtbetrieb ermöglichten. Seit diesen anfänglichen Erfolgen konzentrieren sich die Bemühungen innerhalb der Branche auf die Entwicklung wirtschaftlich durchsetzbarer und für die Umwelt nachhaltiger Biotreibstoff-Lieferketten für verschiedene Ausgangsbrennstoffe. Wir untersuchen weiterhin vor Ort und global nach Möglichkeiten, die Suche nach der nächsten Generation von Biotreibstoffen zu fördern und sie potenziell für uns zu erschließen. Außerdem werden wir weiterhin eine aktive Rolle im Zusammenschluss mit anderen Fluggesellschaften in der Sustainable Aviation Fuel Users Group spielen. Wir unterstützen das staatliche neuseeländische Forschungsinstitut SCION bei der Ausarbeitung eines Plans für Biotreibstoffe in Neuseeland.

CO2-Ausgleich

Unter dem neuseeländischen Emissionshandelsprogramm sind wir für die rechtlichen Verpflichtungen hinsichtlich der CO2-Emissionen, die sich aus dem Kerosinverbrauch bei Flügen in Neuseeland ergeben, verantwortlich (und erfüllen diese auch). Daneben bietet Air New Zealand seinen Kunden die Option, den CO2-Ausstoß, der sich aus ihren Air New Zealand-Flügen ergibt, freiwillig auszugleichen.

Unternehmensinitiativen

Derzeit ist der Flugzeugtreibstoff für ca. 99,5 % unseres gesamten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Wir möchten jedoch die Umweltauswirkungen in jeder Stufe unserer Betriebsabläufe reduzieren. Dazu gehören auch die Services am Boden: Transport, Gebäude und Abfallmanagement.

  • Strom: Im letzten Jahr konnten wir den Stromverbrauch in allen Bereichen der Geschäftsabläufe in Neuseeland senken. Dies trug auch zur Reduzierung des Stromverbrauchs unserer Abläufe am Boden um 40 % seit 2011 bei. Unser ausgewählter Stromanbieter erzeugt den gesamten Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Im nächsten Jahr werden wir neue Ziele zur Senkung des Energieverbrauchs formulieren.
  • Abfall: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass nur 30 % unseres am Boden erzeugten Abfalls in Neuseeland auf Mülldeponien landet. Dieses Ziel haben wir 2016 mit nur 27 % übertroffen. Auch gilt für alle Bodenstandorte in Auckland bis 2020, dass kein Abfall auf Mülldeponien landet. Im Jahr 2016 wurden 74 % recycelt.
    Nach der Renovierung unserer Büros 2016 haben wir 1.500 gebrauchte Möbelstücke an Schulen in Fidschi für den Wiederaufbau nach Zyklon Winston gespendet. Weitere 1.650 Möbelstücke gingen an 14 Gemeindeprojekte und gemeinnützige Organisationen in Neuseeland.
  • Abfall im Flugzeug: Wir arbeiten aktiv daran, die Recyclingprogramme an Bord unserer internationalen und Inlandsflüge zu verbessern. An Flughäfen im Ausland verlassen wir uns bei der Beseitigung des Abfalls an Bord auf die Serviceteams vor Ort am Boden.
    Dieses Jahr haben wir zusammen mit dem Cateringunternehmen für Flüge, LSG Sky Chefs, in Auckland und der neuseeländischen Behörde für die Primärindustrie (MPI) ein neues internationales Pilotprogramm für die Abfallreduzierung an Bord entwickelt, das sich speziell auf den Abfall in der Bordküche konzentriert. In diesem Zusammenhang wurden Cateringprodukte an Bord (auch unserer internationalen Flüge) ermittelt, die, falls sie nicht genutzt werden, vom Cateringunternehmen wieder in die Lieferkette aufgenommen werden können und nicht auf Mülldeponien landen. Zu diesen Produkten gehören ungeöffnete und haltbare Snacks, Trockenwaren und versiegelte Getränke. Diese Produkte landeten früher aufgrund der Vorschriften zur Biosicherheit auf Mülldeponien – auch wenn sie ungeöffnet und unberührt waren. Durch das Programm können wir auch mehr Verpackung von Produkten auf internationalen Flügen, die nur ein geringes Risiko für die Biosicherheit darstellen, recyceln. Wir möchten diese Recyclingprotokolle über die nächsten Jahre hinweg aufrecht erhalten und ausbauen.
    Auch werden wir die Initiative des internationalen Flughafens von Auckland zur Reduzierung von Kabinenabfällen, die keine Lebensmittel sind, auf Flügen nach Neuseeland unterstützen. Dieses Projekt wurde vom Reinigungsteam und dem Team für betriebliche Abläufe am Boden initiiert, die in der Wiederverwendung ungenutzter Produkte auf Flügen eine Chance für die Abfallreduzierung gesehen haben. Das Team arbeitet zusammen mit dem Vertragsunternehmer für Abfallmanagement am internationalen Flughafen von Auckland, OCS WasteLine, das den Abfall aus der Kabine verarbeitet und die Produkte von Air New Zealand trennt. Die Initiative hat an Fahrt gewonnen, und wir haben nun ein eigenes Abfall- und Recyclingteam an Bord, das aus Vertretern der Besatzung besteht. Dieses Team regt die anderen Besatzungsmitglieder dazu an, das Bewusstsein zu stärken und nicht genutzte Produkte wieder in die dafür vorgesehenen Verstauungsräume zurückzulegen, damit sie nicht auf Mülldeponien landen. Im Geschäftsjahr, das im Juni 2016 endete, landeten bei diesem Projekt fast 48 % weniger Produkte auf Mülldeponien, indem Trockenwaren, die kein Risiko für die Biosicherheit darstellen, recycelt wurden.
  • Uniformen: Wir recyceln und verwerten gebrauchte Uniformen wieder, damit sie nicht geschreddert werden und auf Mülldeponien landen. Wir haben damit begonnen, Blazer, Trenchcoats, Hosen und Merino-Strickkleidung an gemeinnützige Organisationen zu spenden, darunter an Frauenhäuser und die Stadtmission von Auckland. Die meisten anderen Kleidungsstücke, die nicht wiederverwendet werden können, weil sie zu abgenutzt sind, ein Logo tragen oder ein potenzielles Flughafensicherheitsrisiko darstellen könnten, werden geschreddert und dann als Teppichunterlage verwendet. Unseren Schätzungen zufolge konnten wir 2016 durch unsere Programme zur Wiederverwertung und zum Recycling unserer Uniformen in Neuseeland etwa 7 Tonnen an Material an Mülldeponien vorbeileiten.