Reisen mit einem Behindertenbegleithund

In den Flugzeugen, die von Air New Zealand für internationale Flüge und Flüge in Neuseeland eingesetzt werden, sind nur zertifizierte Assistenzhunde in der Kabine zugelassen, die ihren Hundeführer begleiten und ihm helfen.

Auf Flügen in Neuseeland sind auch Hunde in der Flugzeugkabine zugelassen, die sich in einer anerkannten Ausbildung zum Assistenzhund befinden, sofern der Flug Teil der Hundeausbildung ist. Diese Genehmigung liegt jedoch im Ermessen von Air New Zealand.

Das Gute daran: Wir bieten diesen Service kostenlos an.

Damit wir für Sie und Ihren zertifizierten Assistenzhund (oder Ihren Assistenzhund in Ausbildung) auch Platz an Bord haben, informieren Sie uns bitte im Voraus (mind. 48 Stunden vor Abflug), und checken Sie 1 Stunde vor unserer planmäßigen Check-in-Uhrzeit ein.

Treffen Sie die folgenden Reisevorbereitungen:

  • Ihr Hund muss eine Hundemarke mit dem Namen, der Adresse und der Telefonnummer des Besitzers tragen.
  • Auf Anfrage müssen Sie belegen können, dass Ihr Hund ein zertifizierter Assistenzhund ist.
  • Der Hund muss während des Flugs an der Leine gehalten werden und auf einer absorptionsfähigen Matte sitzen (von uns bereitgestellt).
  • Bewegen Sie Ihren Hund vor dem Flug ausreichend und begrenzen Sie die Flüssigkeitszufuhr einige Stunden, bevor Sie an Bord gehen.

Sofern am Reisetag verfügbar, reserviert Air New Zealand den Platz neben Ihrem Sitz für Sie, damit Ihr zertifizierter Assistenzhund in der Economy Class Platz auf dem Boden hat. Wenn dies nicht möglich ist, haben Sie die Wahl, Ihren Hund entweder auf der Bodenfläche vor Ihrem Sitz sitzen zu lassen kann oder Ihr Reisedatum zu ändern.

Zudem hält Air New Zealand alle geltenden Gesetze der verschiedenen Gerichtsbarkeiten ein. Auf Flügen in die und aus den USA erfüllt Air New Zealand beispielsweise sämtliche Bedingungen des US-Verkehrsministeriums (DoT) für ausländische Fluggesellschaften, die etwa für die Beförderung von Hunden für den seelischen Beistand/zur psychiatrischen Unterstützung gelten – und natürlich auch alle übrigen Bestimmungen für Flüge auf diesen Strecken.

Neben den Voraussetzungen des US-Verkehrsministeriums für das Reisen in der Kabine müssen alle Hunde, die nach Neuseeland einreisen, eine Einfuhrerlaubnis des Ministeriums für die Primärindustrie (Ministry for Primary Industries, MPI, auf Englisch) besitzen. In dieser muss angegeben sein, dass der Hund ein Assistenzhund ist. In einem solchen Fall muss der Hundebesitzer beim Beantragen einer Einfuhrgenehmigung beim MPI nachweislich belegen können, dass der Hund als Assistenzhund von einer anerkannten und akkreditierten nationalen oder internationalen Organisation ausgebildet und zertifiziert ist. Wenn eine standardmäßige Einfuhrgenehmigung ohne Sondererlaubnis für Assistenzhunde ausgestellt wird, muss der Hund als Fracht reisen. Außerdem müssen über ein zugelassenes Transportunternehmen für Haustiere entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Alle anfallenden Kosten sind zu übernehmen.

Wichtige Informationen zu Assistenzhunden

  • Die FAA und die CAA (US-amerikanische und brit. Luftfahrtbehörden) schreiben vor, dass der Gang nicht blockiert sein darf. Daher ist die Mitnahme von Assistenzhunden auf einem Flugzeug des Typs 777 in der Business Premier-Klasse u. U. nicht möglich. Kontaktieren Sie uns, damit wir Ihre Optionen in diesem Fall besprechen können.
  • In den meisten Ländern, die Air New Zealand anfliegt, gelten strenge Regelungen für die Einfuhr von Tieren. Diese müssen befolgt werden (inklusive Genehmigung vor Reiseantritt). Sie sind dafür verantwortlich, dass diese Vorgaben erfüllt sind.
  • Eine Einreisegenehmigung für einen bestimmten Zielort gilt möglicherweise nicht für alle Zielorte. Wenn Sie die erforderlichen Nachweise bei der Buchung und beim Einchecken nicht vorlegen können, erhält Ihr Hund möglicherweise keine Reiseerlaubnis. Sie benötigen diese Nachweise für alle Orte auf Ihrer Reise, auch für Transitländer und den abschließenden Zielort sowie für die Rückkehr in das Land, in dem Sie die Reise angetreten haben. Air New Zealand übernimmt unter keinen Umständen die Haftung dafür, wenn die Befreiung Ihres Hundes von der Quarantänepflicht an irgendeinem Ort Ihrer Reise oder bei der Rückkehr in Ihr Heimatland nicht genehmigt wird.
  • Wenn Air New Zealand der Meinung ist, dass ein Hund kein zertifizierter Assistenzhund ist, muss er im Frachtraum reisen. Dabei fallen die entsprechenden Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Reisen mit Haustieren.

Wenn wir Ihren Hund nicht in der Flugzeugkabine mitführen

Falls Air New Zealand ablehnt, Ihren Hund in der Flugzeugkabine zu befördern und Sie mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sind, können Sie unseren PAXCARE-Manager unter specialhandling@airnz.co.nz kontaktieren und beantragen, dass diese Entscheidung überprüft wird.

Auf Wunsch benachrichtigen wir Sie schriftlich über die Entscheidung (und das Ergebnis der Überprüfung) zur Mitführung Ihres Hundes in der Flugzeugkabine.

Glossar

Glossar der auf dieser Seite verwendeten Begriffe:

Ein zertifizierter Assistenzhund ist ein Hund, der von einer anerkannten Organisation ausgebildet wurde und eine gültige Zertifizierung derselben trägt. Diese muss bestätigen, dass der Hund aktuell die anerkannten Vorgaben für Assistenzhunde erfüllt. Auf Flügen in Neuseeland zählen dazu auch Hunde, die sich in der Ausbildung zum Assistenzhund befinden. Sie müssen für die Trainingseinheit im Flugzeug von ihrem Hundeführer begleitet werden. Nicht als zertifizierte Assistenzhunde gelten Hunde, die als seelischer Beistand dienen, Therapiehunde, Besuchshunde, Hunde die ihrem Besitzer Trost spenden und zur psychiatrischen Unterstützung eingesetzte Hunde (oder Hunde für ähnliche Zwecke). Sie dürfen nicht in der Flugzeugkabine reisen.

Anerkannte Assistenzhundeausbildung bezeichnet eine Ausbildung, die von einer anerkannten Organisation durchgeführt wurde und die der Hund erfolgreich abgeschlossen hat (Zertifizierung).

Anerkannte Vorgaben bedeutet, dass die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde, und zwar sowohl hinsichtlich der Aufgaben bezüglich der Behinderung als auch hinsichtlich des Zugangs zu öffentlichen Orten. Diese Vorgaben müssen von einer anerkannten Organisation festgelegt sein. Für das Reisen in der Flugzeugkabine ist außerdem eine spezielle Ausbildungskomponente für das Reisen im Flugzeug erforderlich.

Eine anerkannte Organisation ist ein vollständig akkreditiertes Mitglied von Assistance Dogs International (ADI) oder der International Guide Dog Federation (IGDF). Außerdem gehören dazu Organisationen, die im neuseeländischen Gesetz zur Hundehaltung (New Zealand Dog Control Act) aufgeführt sind. 

Ein Hundeführer ist eine Person mit körperlicher Behinderung, der ein bestimmter zertifizierter Assistenzhund zugewiesen wurde, um ihr im Alltag zu helfen. Auch eine Person ohne Behinderung kann ein Hundeführer sein. Diese bildet den Hund auf Flügen von Air New Zealand in Neuseeland im Namen einer anerkannten Organisation aus.

Ein Hund, der seelischen Beistand leistet/zur psychiatrischen Unterstützung eingesetzt wird, ist ein Hund, der emotionale oder psychiatrische Unterstützung bietet. Diese Hunde sind bei Reisen in die und aus den USA (auf keiner anderen Strecke) möglicherweise zugelassen, sofern Sie alle Anforderungen gemäß 14 CFR, Teil 382 117 erfüllen. Hinweis: Auf Flügen nach Neuseeland muss der Hund die Vorgaben des Ministeriums für die Primärindustrie (Ministry for Primary Industries MPI) für Assistenzhunde erfüllen. In einem solchen Fall muss der Hundebesitzer beim Beantragen einer Einfuhrgenehmigung beim MPI nachweislich belegen können, dass der Hund als Assistenzhund von einer anerkannten und akkreditierten nationalen oder internationalen Organisation ausgebildet und zertifiziert ist. Wenn eine standardmäßige Einfuhrgenehmigung ohne Sondererlaubnis für Assistenzhunde ausgestellt wird, muss der Hund als Fracht reisen. Außerdem müssen über ein zugelassenes Transportunternehmen für Haustiere entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Alle anfallenden Kosten sind zu übernehmen.

Ein Therapiehund ist ein Hund, der Personen bei ihrer Therapie unterstützt, ihnen Zuneigung und Trost spendet. Ein Therapiehund hilft meist nicht dem Besitzer, sondern anderen Personen.

Ein Hund, der Trost spendet, tröstet seinen Besitzer. Er gilt jedoch nicht als anerkannter Assistenzhund, oder als Hund, der emotionale oder psychiatrische Unterstützung bietet, und auch nicht als Therapiehund.